Corona Diaries

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February 12, 2021 - 9:21am

Critical Commentary

Der Alltag während Corona hat sich für uns alle verändert. Besonders für uns als Studierende im ersten Semester, war es für uns eine besondere Herausforderung, sich an die digitale Lehre zu gewöhnen, weil uns weder die Plattformen noch die Mitstudierenden bekannt waren Um diese besondere Situation festzuhalten, haben wir uns dafür entschieden, unseren eigenen Alltag und den Alltag anderer Studierenden in Form von Tagebucheinträgen darzustellen. Dabei sind wir sowohl auf die Probleme digitaler Lehre eingegangen als auch auf die Bewältigung dieser Probleme und die generelle Organisation des Alltags. Relevant wird dies für die empirische Kulturwissenschaft auf Grund der Bezüge zu alltäglichen Dingen und der Abbildung unterschiedlicher Wirklichkeiten. Die Darstellung durch Tagebucheinträge soll dabei so authentisch wie möglich die unterschiedlichen Wahrnehmungen zeigen und auf die verschiedenen Herangehensweisen an das digitale Studium eingehen. Kritisch zu betrachten ist, dass die Tagebucheinträge, die den Alltag anderer Studenten darstellen sollen, teilweise von uns selber ausformuliert worden sind und wir nur ihre Aussagen als Vorlage hatten. Dies wird über den Einträgen durch “ausformuliert von...” gekennzeichnet 

Für die Materialerhebung haben wir einen Leitfaden erstellt, der den Befragten aber nicht sofort vorgelegt wurde. Die Befragten sind Student*innen aus unseren Freundeskreisen gewesen, wir selber haben auch unsere Erfahrungen nach diesem Schema erfasst. Wir haben uns bemüht, unterschiedliche Studiengänge unterschiedlicher Universitäten abzubilden.  

Zunächst haben wir folgende Schreibaufforderung gegeben: Beschreibe bitte deinen Lebensalltag/Studienalltag während dieser Zeit der digitalen Lehre, alltägliche Details sind erwünscht, auf die genutzten Plattformen kann auch gerne eingegangen werden (Vorteile, Nachteile, Emotionen). Durch diese Formulierung wollten wir den Befragten möglichst viel Freiraum ermöglichen und ihnen so die Möglichkeit geben auf Themen einzugehen, die für sie relevant sind.  Anschließend haben wir ihnen folgende Fragen gestellt, wenn sie nicht schon in ihrer Beschreibung darauf eingegangen sind:  

Welchen Wissenshintergrund hat die Person in Bezug auf Medien? 

Wie geht man mit der Informationsflut um? 

Welche Programme/ Medien benutzt du? 

Wie laufen die (Lern)Prozesse dort ab? 

Wie sieht das aktuelle Sozialleben aus? Inwiefern hat es sich verändert? 

Wie geschieht Gruppenarbeit? 

Wie teilt ihr euch Pausen- und Arbeitszeiten auf? 

Dadurch sind die Themen Medienkompetenzen, digitale Praktiken, Technologien, Soziales & Kommunikation und Materialität & Analoges mit einbezogen worden. Anschließend sind aus den gesammelten Daten die Tagebucheinträge formuliert worden. Teilweise von uns und teilweise von den Befragten selber.  Der Datenschutz der Befragten ist uns sehr wichtig gewesen, weshalb wir, auf Absprache mit den Beteiligten, nur das Studienfach und die Universität der einzelnen Personen erwähnen werden.  

Schwierig war, dass die Befragten selber mit ihrem Studium zu tun hatten und dementsprechend nicht viel Zeit hatten oder daran erinnert werden mussten. Auf Grund zeitlicher Beschränkungen konnten Studierende teilweise auch nicht teilnehmen.  Zudem haben die Teilnehmer teilweise nicht, wie wir es erwartet hatten, ausgiebig über ihren Alltag selber erzählt, sondern mehr über die digitale Lehre 

Durch dieses Projekt erhoffen wir uns, einen möglichst offenen und vergleichenden Blick in die Bewältigung des Alltags und den Umgang mit der aktuellen Situation unterschiedlicher Individuen zu erhalten. Für die Bewältigung dieser Aufgabe benötigten wir einen Laptop, ein Handy, Papier und MS Teams. Der Umgang mit MS Teams war für uns neu, weshalb wir uns die Kompetenz, damit zu arbeiten, um über die Plattform zu kommunizieren, erarbeiten mussten. Zusätzliche nötige Kompetenzen waren die Kommunikation mit den Befragten und der Umgang mit Word.  

Abschließend werden die Einträge zusammengefügt und auf PECE hochgeladen.  

Wir sind sehr zufrieden dies als unser erstes Projekt erarbeitet zu haben, da es uns einen ersten Einblick in das Forschen als Kulturwissenschaftler*innen ermöglicht hat. Das Kennenlernen unterschiedlicher Alltagsbewältigungen fanden wir sehr spannend. Die Gruppenarbeit über MS Teams hat uns gleichzeitig den Umgang mit der Plattform beigebracht, was für zukünftige Projekte sicherlich sehr hilfreich sein wird. Das Datenerheben war für uns ein Ausprobieren von Möglichkeiten in angenehmer Atmosphäre, aus dem wir für weitere Projekte viel lernen konnten. 

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Eigenproduktion