GRENZEN : Welche Aspekte fallen eventuell raus? Welche Grenzen ergeben sich in der Wissensproduktion? Wo sind strukturelle Hürden?

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Alina Groen
February 19, 2021

Grenzen: 

Auf welche Grenzen kann eine engagierte Forschung stoßen?

 

Mit welchen Problemen werden Forschende und AkteurInnen womöglich konfrontiert? 

           

  • Strukturell: Zugang zum Feld nicht immer möglich, universitätsinterne Hürden, keine Förderung, rechtliche Probleme/ Hürden, Widerstand von öffentlichen Ämtern usw. 

  • Institutionell: Forschende sind u. U. ihrer Institution verpflichtet und können nur im Rahmen der institutionellen Vorgaben agieren →  Grenzen durch interne Strukturen

  • Monetär: Evtl. keine Förderung für die Forschung, ungleicher monetärer Ausgleich zwischen AkteurInnen und Forschenden 

  • Hierarchisch: Hierarchie zwischen Forschenden, AkteurInnen, Universität → Ansatz: Reflexion des eigenen Standpunktes und Kommunikation auf Augenhöhe, um eine gleichwertige Forschungsbasis herzustellen

  • Wissen: Grenze der Wissensproduktion; Wer nutzt das Wissen?; Wie wird das Wissen kommuniziert und in Umlauf gebracht?; An welche Zielgruppe richtet sich das produzierte Wissen?; Widerstand: Wie werden Ergebnisse in der Gesellschaft wahr- bzw. angenommen? → Grenze der Nutzung von Wissen: Keine Kontrolle über die Verbreitung und Nutzung des Wissens → möglicher Missbrauch → Ansatz: Situiertheit des Wissens reflektieren, Wissen für viele Menschen zugängig machen 

  • Widerstände: Widerstände von AkteurInnen, Institutionen, gesellschaftlichen Strukturen (z. B.  Staatsangehörigkeit, politische Verortung)

  • Interesse: unterschiedliches Interesse, kein Interessenaustausch, Interessenkonflikt zwischen Forschenden, AkteurInnen und Institution

  • Position: verschiedene Perspektive, unterschiedliche Stellung im gesellschaftlichen Raum, unterschiedliche Ausgangslagen und Lebensrealitäten → Ansatz: Reflektion der Position als Forschende (Privilegien bewusst machen), Kommunikation zwischen AkteurInnen und Forschenden (Berücksichtigung von verschiedenen Perspektiven und Lebensrealitäten → kann auch zu einem Mehrwert in der Forschung werden (vielfältiges Wissen kann entstehen)

Sarah Eisele
February 8, 2021

Kolloquiumsitzung  03.02.2021

Cornelia Springer- Ziviles Engagement und Studium verbinden, Bildung durch Vernetzung 

Engagement-Dimensionen:

  • Ebene der Hochschulentwicklung
  • Ebene der Lehre 
  • Hochschulpolitische Strategie 

Im Studium Generale:

  • Hamburg für alle? 
  • Engagement für wohnungs- und obdachlose Menschen (Geflüchtete und Obdachlose, deutsch) 

Bausteine HH für alle:

  • Verschränkung Theorie und Praxis
  • Hochschulöffentliche Seminare und Vorlesung 
  • Inhalte durch Experten eingeführt, Politiker, NGO-Mitglieder, Beschäftigte in der Sozialen Arbeit, Ehrenamtliche 
  • Exkursionsprogramm 
  • Produktions/Reflexion, Beiträge auf öffentlichen Blog publiziert 
  • Freiwilligen Engagement der Studenten „Lernen und Engagement“, wissenschaftliches Wissen verknüpft mit Engagement 
  • Praxisprojekte: Dolmetschen, Hilfe bei der Wohnungssuche, Behördenbegleitung, Arbeit an Essensausgabestellen 

Eckdaten: 

Curriculum+ Struktur: 

  • Curriculum, geöffnet für alle Fakultäten 
  • Methode + Didaktik 

Rahmen + Zielsetzung: 

  • Relevanz
  • Transdisziplinär 
  • Hochschulpolitische Dimension 

Lehre Digitalisiert während Corona- Pandemie, seit 2020 - Auswirkungen durch Corona, Themen: Grundgesetzdebatte usw. ;Schwierigkeiten den Einstieg in ziviles Engagement zu finden, hat durch Kontaktverbot nicht funktioniert 

Alternativen: Nachhilfe, deutsch-lernen (digital) 

Es wurde großen Wert darauf gesetzt das passende Umfeld für jeden Studenten zu finden

Beispiel: Projekt „grün statt grau“- Außenwände in Hamburg bepflanzen 

               Projekt „kein Dach überm Kopp“ - Obdachlosenhilfe, mehrsprachig 

Erkenntnis der Studenten: weder politikverdrossen noch Egogeneration, denken/handeln stark politisch und solidarisch 

Vernetzung intern: Infrastruktur um sich auszutauschen nicht vorhanden, Grenze der Infrastruktur 

Herausforderungen der engagierten Lehre: 

  • Third Mission als fester Auftrag 
  • Struktur
  • Finanzierung nicht gesichert 
  • Viel Geduld und Kreativität 
  • Auflösung des Projektes - Beteiligte fühlen sich oft im Stich gelassen 
Alina Groen
January 23, 2021

“We have to restructure the way the educational system works from scratch.” 

- Forschen und Arbeiten im Kontext von Flucht : Reflexionslücken, Repräsentations- und Ethikfragen / Margrit E. Kaufmann, Laura Otto, Sarah Nimführ, Dominik Schütte (Hrsg.)

Edward Stanley Steve und Leslie Carmel Gauditz über Wissensproduktion: 

  • AkteurInnen im Feld werden i. d. R. bei der Produktion von wissenschaftlichem Wissen ausgeschlossen 
  • Ausschlussmechanismen sind u. a. Sprache, kein Zugang zum akademischen Feld, keine Partizipationsmöglichkeiten, hierarchisches Verhältnis zwischen WissenschaftlerInnen und AkteurInnen, asymmetrische Machtverhältnisse, kein Zugang zu akademischen Institutionen
  • Doppelte Diskriminierung/ Exkludierung von AkteurInnen bei fehlenden akademischen Titeln und fehlender Anerkennung der deutschen Staatsbürgerschaft (Markierung als Geflüchtete, MigrantInnen usw.) —> Stichwort: Intersektionalität! 
  • Ungleiche Verhältnisse zwischen Akademisch und Nicht-Akademisch können Kommunikation erschweren (z. B. durch ungleiche zeitliche Kapazitäten aufgrund von Arbeitsverhältnissen) 
  • Monetäre Ungleichheit —> WissenschaftlerInnen werden gefördert aber AkteurInnen i. d. R. nicht 
  • Ungleicher Mehrwert für AkteurInnen und WissenschaftlerInnen —> WissenschaftlerInnen können durch Forschung und Publikation ihr CV aufbessern und ihre akademische Laufbahn aufwerten

Steve: Plädoyer für mehr Zugang zu Institutionen, Wissenschaft und Gesellschaft!

Vorgehensweise: Interview über Wissensproduktion 

  • Reflexion und Diskussion über den Ablauf des Interviews 
  • Kollaboration —> Wissenschaftlicher Text ist nah an der gesprochenen Sprache angelegt, um eine breitere Teilhabe zu gewährleisten und AkteurInnen und andere nicht akademisch Interessierte nicht auszuschließen 

Grenze: 

  • Wie könnte ein besserer Zugang gelingen? Ist eine strukturelle Hürde nicht die fehlende Zugangsberechtigung  z.B. an Hochschulen? 
  • Lässt sich das hierarchische Verhältnis je auflösen, da ForscherInnen durch ihre Position und durch ihren akademischen Titel genuin eine bestimmte Rolle innehaben und ausfüllen?
  • Auch bei einem wissenschaftlichen Text, der in einfacherer Sprache verfasst ist, ist das Interesse von „Außen" wirklich so groß, diese Texte zu lesen? 
  • Der Grund für den Erwerb akademischer Titel o. Ä. ist doch der, dass WissenschaftlerInnen über bestimmte Fähigkeiten, Methoden und ein bestimmtes Wissen verfügen, welches Personen, die diese akademische Fach nicht studiert haben, womöglich nicht haben —> Ist die „Führung“ in der Forschung auf Seiten der WissenschaftlerInnen dann nicht auf gerechtfertigt?
  • In den Geistes- und Kulturwissenschaften ist besonders die Sprache und der differenzierte Umgang mit ihr eine der Grundwerkzeuge, um Wissen zu produzieren —> Könnte es durch eine flächendeckende niedrigschwelligere Sprache in wissenschaftlichen Publikationen zu einem Verlust der differenzierten Wissensprodution kommen?
Alina Groen
January 17, 2021

Grenzen:

Dr. Marion Näser-Lather zu antifeministischen/antigenderistischen WissenschaftlerInnen 

Ethnographische Untersuchung des Feldes: Sowohl antifeministische WissenschaftlerInnen als auch WissenschaftlerInnen aus den Genderstudies

These in Pressemitteilung: Antifeministische Diskurse gefährden gesellschaftlichen Zusammenhalt —> Grenze: Versperrt die Veröffentlichung der „These“ vorm Einstieg ins Feld womöglich den Zugang? Grenzen der Datengewinnung von neuen Erkenntnissen? z.B. auch durch die Ablehnung von Interviews von vielen AkteurInnen

Entscheidung zwischen Kulturrelativismus und Positionierung/ moralistische Haltung/ aktivistische Haltung

 —> Näser-Lather plädiert für Positionierung und aktivistische Öffentlichkeitsarbeit (über ihre Forschungsergebnisse) 

—> Kulturrelativistische Haltung wird abgelehnt 

—> Grenze: Könnte eine zu stark nach Außen getragene Positionierung gegen die AkteurInnen im Feld zu einer noch größeren Spaltung der Gesellschaft führen und das Aushandeln von Streitfragen oder die Annäherung von Positionen gefährden? 

Begreift engaged Anthropology als das Einsetzen gegen Sexismus, Rassismus, Antigenderismus 

Versuch kein Othering und keine Exotisieurng der AkteurInnen im Feld zu betreiben

—> Grenze: Gelingt dies immer bei einer starken Hervorhebung der eigenen Position und der Haltung als engagierte Wissenschaftlerin gegen Antigenderismus/Antifeminismus? 

mögliche Folge hier: Überakkuratheit, Selbstzensur 

—> Grenze: Grenze des Schreibens und der Präsentation von Erkenntnissen durch die Selbstzensur? 

—> Grenze: Birgt die Angst vor Klagen das Potenzial der eigenen Zensur und der Zurückhaltung von Erkenntnissen? 

Position der Genderstudies: Nicht alle Positionen wurden von Näser-Lather geteilt

—> Grenze: Wie wird mit unterschiedlichen Positionen und womöglichen Streitigkeiten in der „eigenen Fachdisziplin“ umgegangen? Wie kann positionierte Repräsentation von WissenschaftlerInnen aus bestimmten Fachgebieten gelingen?

Sarah Eisele
January 6, 2021

Aktivismus und Forschung

Lea Rzadtki

Reflexionen zu Positionslität, Partizipation und Praxis 

„filia-Frauenstiftung“ - Förderung von Mädchen und Frauen (Frauen und Flucht) 

Philosophie:

Was beziehungsweise wen beforsche ich? Grenze der Objektivität und Neutralität - keine Ziele und Messlatten, kann es nur schwer geben 

Einfluss der erforschten Person

Politischer Kontext:

Wer bin ich als Forscher, welchen Einfluss bringe ich mit, Machtposition des Forschers 

Who am I? 

Welche Privilegien habe ich? Grenze der Privilegien, wie nehme ich mein Umfeld war, wie agiere ich damit?

Wertung, unbequemes Gefühl durch Privilegien, Widersprüche aushalten 

Empowerment Programm: Frauen und Flucht - Migranten/ Geflüchteten, inter. trans, queeren und nicht- binären 

Partizipatives Förderprogramm- Partizipation wird gebraucht und ist nötig

Methodik:

ständiger Lernprozess, Interaktion von Wissenschaft und Praxis

Beirat: 

Partizipative Forschung - Transparenz, Anpassen der Machtposition der Stiftung, Position der fördergruppen

10 Personen in Gruppen von Migrant*innen - Anträge und Förderanfragen lesen, Empfehlungen abgeben

Machtabgabe findet hierbei formal nicht statt

Spannung aus beteiligen und ausnutzen, ab wann werden Personen ausgenutzt? Aufwandsentschädigung wird ausgezahlt, um Spannungen auszubalancieren 

Grenze der Sprache 

Sarah Eisele
December 16, 2020

Postkoloniale Nachbarschaften 

antirassistische Auseinandersetzungen der Stadtgesellschaft als Anliegen einer kritischen Anthropologie 

Regina Römhilde 




Projekt: neuer Name für die “Mohrenstraße” in Berlin - Umbennenungsvorschlag zu Anton-Wilhelm-Amo Straße, dem ersten bekannten Philosoph und Rechtswissenschaftler afrikanischer Herkunft in Deutschland 

Juni 2020 offener Brief “Kein Rassismus vor unserer Haustür” 

Grenze durch Corona - anstatt einer “richtigen” Demonstration gab es nur einen öffentlichen Spaziergang durch die Straße 

Die Umbenennung der Straße wird bereits seit den 1980er Jahren debattiert

BLM-Bewegung brachte neuen Schwung  in die Debatte und machte sie diskutierbarer 

 

Grenze des alltags/ strukturellen Rassismus 

Gespräche mit Taxifahrer*innen fühlten oft negativ wegen dem Namen der ehemaligen “Mohrenstraße”. Er hätte einen rassistischen Unterton. 

Die Straße sei nur ein Punkt des Rassismus in Deutschland  und es gab eine lange Zeit des Nicht-erkennens. Der Straßenname habe zusätzlich keinen historischen Hintergrund, er sei ein symbolisches Mittel, um Passanten und Bürger etwas mitzuteilen. Machtausübung der Machthabenden.

Grenze der Macht

Wie wollen wir heute zusammenleben?  

 

engaged-turn in der Kulturwissenschaft 

kritische Anthropologie, können wir mit unserem Fach etwas beitragen, was die Diskussion fördert? 

Alina Groen
December 9, 2020
  • Plädoyer dafür, dass political otherness NICHT ethischen Grundsätzen widerspricht

  • Sichtbarmachung der politischen Situiertheit in der Forschung → diese bleibt oft implizit 

  • Verständnis von engagierter Forschung: Konflikte sichtbar machen, Kommunikation und Diskussion zwischen Forschenden und AkteurInnen→ produktiver Konflikt → durch gezielte Konfliktsituation Wissen generieren, das zu emanzipierten Wissen und Empowerment beiträgt → strategischer Antagonismus

Grenzen:

  • Welchen Mehrwert bietet die Forschung für die AkteurInnen → Gefahr der Instrumentalisierung? 

  • Grenzen des Feldeinstiegs → Feld ist nur mit bestimmter Ausgangssituation zugänglich (i. d. F. weißer schwuler Mann = gleiche Makierungen wie AkteurInnen im Feld) → Feldeinstieg für ForscherInnen mit anderen Makierungen überhaupt möglich? 

  • Gefahr der ungewollten Instrumentalisierung der Forschenden? Wem kommen meine Ergebnisse und mein Kontakt mit dem Feld zugute? 

  • Grenze der Methode des strategischen Antagonismus → eigene Involviertheit, Reflexion, Sympathie zu AkteurInnen → evtl. ungewollte Verstrickung im Feld und Kontrollverlust 

Alina Groen
December 2, 2020

Notizen zur 3. Sitzung vom 25.11.2020: PARTIZIPATIVE ETHNOGRAPHISCHE FORSCHUNG: THEORIE, REALITÄT UND ANSPRUCH -AM BEISPIEL EINES PARTIZIPATIVEN MEMORY WORK PROJEKTES IN EL SALVADOR)

Mögliche “Grenzen”:

Zeitkontingent & Motivation, Bereitschaft der TeilnehmerInnen während der Feldforschung und währenddessen stattfindenden Aktionen/ Workshops.

Privilegien im Rahmen der Organisation liegen bei den Forschenden, bzw. fehlen (oftmals) seitens der Beteilligten/ AkteurInnen.

Die Freigabe des generierten Materials liegt auf Seiten der TeilnehmerInnen (bzw. unterliegt ebenfalls der Ethik/ Moral der forschenden Person).

Auch das “Rückspiel ins Feld” nach Abschluss der Forschung kann Grenzen aufzeigen, bspw. soziale Unterschiede, sowie (ggf. damit zusammenhängend) Unterschiede des Bildungsstandes und Sprachbarrieren (Vertextung der Ergebnisse in einer anderen Sprache als während der Forschung angewendet).

Grenze der TeilnehmerInnen- Erinnerungen können traumatisch sein, Grenze der Ethik- Menschen sind keine Objekte 

Oliver Timm
November 25, 2020

Projekt:
Träger: Minor Projektkontor
Laufzeit: 01.01.2019 - 30.09.2020

Minderheiten in Deutschland
Zielgruppe: Frauen mit Fluchterfahrungen

Grenze der Erreichbarkeit: Frauen sind schwer zu erreichen- woran liegt das?
Es ist wenig Wissenschaftliches bekannt über geflüchtete Frauen

Während des Projekts wurden die Frauen aus der Gruppe mit in die Forschung eingebunden und durften selbst als Forscherinnen agieren - authentisches Forschungsergebnis
Aus diesen Forschungsergebnissen wurden Forderungen gestellt, Miteinbeziehung der jeweiligen Zielgruppe bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen
Die Erreichbarkeit der Zielgruppe war in diesem Fall einfach, da es durch die Co-Forscherinnen keine Sprachbarriere o. Ä. gab

Grenzen des Arbeitsmarkts:
Diskriminierung
Sprache
Unwissenheit
mangelnde Offenheit

Das Projekt möchte mehr Sicherheit für Frauen im Arbeitsmarkt
Fragestellung: Worauf kommt es an einen Job zu finden/ zu behalten in Hinblick auf das Geschlecht und die Herkunft

Erfolgsfaktoren:
Seite der ArbeitgeberInnen
- hohe Sprachfehlertoleranz, wenn diese die Arbeit nicht hindert
- Fokus auf Gleichstellung von Männern und Frauen
- Begleitung am Anfang des Jobs: MentorInnen oder informelle Begleitung
- besondere Fördermaßnahmen
Seite der Frauen:
starkes persönliches Netzwerk, jemand der unterstützt, Kommunikation mit Einheimischen
Proaktivität der Frauen, Recherche nach passendem Job, Frage nach Aktivitäten
Fokus auf fachliche Kompetenz, Selbstvertrauen trotz Sprachbarriere
Ablehnung der “Opferrolle”

Oliver Timm
November 16, 2020

oft klare Grenzen zwischen Aktivismus und Wissenschaft —> In Deutschland marginale Rolle von Engagement

Plädoyer von Hess für den Austausch, die Kollaboration und das Involviert-Sein von Forschung und Feld -> Erhebt den Anspruch auch Engagement

Verhältnis zwischen Forschenden und AkteurInnen oft von strukturellen Machtverhältnissen geprägt obwohl von Kollaboration gesprochen wird

Vorsicht vor Entwertsetzungsketten: Aus Wissen Kapital machen

Kritiken und Anfeindungen von Kollaboration in der Wissenschaft (z.B. von AnhängerInnen des Antigenderismus, Rechtspopulismus aber auch intern von WissenschaftlerInnen und KollegInnen)

Ideologie und politische Positionierung? Nicht akademische Inhalte, z.B. Broschüre

Macht der evidenzbasierten Wissenschaft (Anmutung von Objektivität) -> EU Fördergelder

Kürzung von Komplexität durch Druck -> auch durch Fördergelder, AuftrageberInnen

Stadt und Policy Forschung: Partizipative Imperative

Landesprogramm: Zukunftsdiskurse, Antragstellung

Grenze der Zeit: zeitliche Ressourcen der Beteiligten notwendig

Allein ein Konzept, bzw. dessen Präsentation abseits gewohnter Formen akademischer Arbeit kann auf Ablehnung, bzw. nichtakzpetanz oder gar Ablehnung führen. 

Im Falle des "Stadtlabors Göttingen" scheint die ungewohnte Form der Arbeit und Partizipation zu Mißverständnissen(?) und Ablehnung(?) seitens der städtischen Gremien gestoßen zu sein. Frau Hess sagte Eingangs, dass eine Auftragsarbeit (bspw. für die EU) in gewohnter akedemisch-bürokratischer Ausführung zu dem gleiche Kontext wahrscheinlich auf eine andere Wahrnehmung und Akzeptanz gestossen sei.