Krisenerfahrung - Menschen mit Psychischen Krankheiten in der Pandemie

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July 7, 2021 - 9:23am

Critical Commentary

Bei der Auseinandersetzung mit der psychischen Belastung durch die Pandemie habe ich mich gefragt, wie dies eigentlich für Personen aussieht, die diesbezüglich schon vorbelastet sind und schon länger mit psychischen Erkrankungen leben. Hierfür habe ich meinen Kurzfilm im Arbeitsprojekt Rosenblatt & Fabeltiere, einem kleinen Modeladen in St. Pauli, gedreht, welches eben diese Menschen langsam wieder an das Arbeitsleben heranführt oder ihnen ermöglicht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, überhaupt wieder arbeiten zu können. Durch die Pandemie kam es auch hier zu erheblichen Einschränkungen, viele Klient*innen duften nicht mehr regelmäßig kommen und das Geschäft war geschlossen. Welche Auswirkungen das hatte und warum es vielleicht auch gar nicht so furchtbar war, wie man vielleicht zunächst annimmt, hat mir die Projektleiterin Katja Stechemesser erzählt. Das Interview mit ihr plus einige Aufnahmen aus der Arbeit im Projekt konnte ich in meinem Film auffangen und mir gefällt die Art der Umsetzung für diese Fragestellung, auch wenn sicherlich nur einen kleinen Teil der Realität abgebildet wird. 

Ursprünglich hatte ich geplant, auch noch eine/n der Klient*innen zu interviewen, dies war leider terminlich nicht möglich, was sehr schade ist, da dieser Einblick sicherlich sehr interessant gewesen wäre. Allerdings hätte ich dann wahrscheinlich auch irgendwann starke Zeitprobleme bekommen und der Film wäre deutlich länger geworden. So konnte ich jetzt nur die außenstehende Perspektive zeigen, die vielleicht nicht ganz so tief geht, wie es Betroffene selbst tun könnten. 

Ich habe bewusst ein bestimmtes Narrativ in meiner Darstellung verfolgt, welches ein doch eher positives Bild zeichnet. Mit dem Material, dass mir zu Verfügung stand, hätte ich auch eine gänzlich andere Geschichte erzählen können. Dennoch gefiel mir dieser Ansatz am Besten. 

Für mich war es der erste Kurzfilm, demnach gehörte noch viel Ausprobieren dazu und es gäbe auf jeden Fall Dinge, die ich im Nachhinein anders gemacht hätte und die ich jetzt besser weiß. Für den ersten Versuch bin ich aber durchaus zufrieden und hoffe euch gefällt es auch.