Pandemonium

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mp4

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Contributed date

July 7, 2021 - 9:35am

Critical Commentary

Ich bin selbst Studentin, die während der Pandemie studiert und sehne mich häufig zu den Zeiten zurück, in denen ich noch in Präsenz studiert habe. Zudem frage ich mich oft, wie es den StudentInnen geht, die erst letztes Jahr angefangen haben zu studieren und wie sie auf das Studium an einer Universität, bei der sie nie vor Ort waren, blicken. Durch diese Gedanken habe ich mich mit der Fragestellung, inwieweit die Corona-Pandemie den Alltag und das psychische Wohlergehen von StudienanfängerInnen beeinflusst, auseinandergesetzt. Als Protagonistin habe ich meine Schwester ausgewählt, die momentan im zweiten Bachelorsemester Humanbiologie studiert und somit ihr Studium während der Pandemie begonnen hat. Das erste Semester brachte darüber hinaus weitere Veränderungen mit sich, da sie für ihr Studium in eine neue Stadt gezogen ist, ihren Job aufgeben und ihr bekanntes soziales Umfeld verlassen musste. 

Mein Ziel war es, einen Einblick in die derzeitige Lebensrealität meiner Schwester zu geben und die positiven sowie negativen Seiten dieses neuen Abschnittes zu zeigen. Dabei habe ich mich als mediengestalterische Darstellung für einen Film entschieden, da ein Film die Gesten, Mimiken und Emotionen meiner Schwester festhalten und erlebbar machen kann. Zudem kann man einen Eindruck von der (eher beengten) Wohnsituation bekommen und nachvollziehen, wie sie sich fühlt. Ein gesetztes Interview als Teil meines Kurzfilms gibt meiner Schwester die Gelegenheit selber zu Wort zu kommen und ihre eigene Sichtweise wiederzugeben. Trotzdem muss man beachten, dass ich durch die Art und Weise wie ich filme, schneide und forsche auch das Feld beeinflusse und somit nie ein komplett objektiver Film entstehen kann (insbesondere meine Rolle als Forscherin und als Schwester). Durch stetiges Nachfragen und Absichern habe ich außerdem versucht die Privatsphäre meiner Schwester sofern erwünscht zu schützen. Darüber hinaus entstand für mich eine neuartige Situation, da meine bisherigen InterviewpartnerInnen ihre Emotionen nicht so deutlich (bis hin zum Weinen) gezeigt haben und ich mir nicht sicher war, wie ich damit umgehen sollte. Ebenfalls stand ich vor der Herausforderung die komplexe Technik während ich das Interview führte zu bedienen, was besondere Konzentration und Vorbereitung bedurfte. Abschließend kann ich sagen, dass ich sehr stolz auf das Resultat bin und an dem Projekt gewachsen bin. Ich freue mich, meinen Kurzfilm zu präsentieren und euch einen Einblick in das Leben meiner Schwester zu geben. Film ab!